Dein Motivations-Post

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Viele Menschen wünschten sich, ihr Leben wäre anders: besser, schöner, leichter, fröhlicher,…

Nur wie viele Menschen tun etwas dafür, dieses Wunschleben zu leben?

Ich denke, die wenigsten verfolgen ihre Ziele oder gehen wirklich für ihre Träume los. Nicht, weil sie es nicht wollten oder könnten, sondern weil es ihnen bequemer erscheint, es nicht zu tun.

Dieser Post ist für all diejenigen, die losgehen wollen, denen aber noch das letzte bisschen Antrieb fehlt und für all diejenigen, die sich schon auf den Weg gemacht haben und die sich manchmal fragen, ob es das alles wert ist. Egal, zu welcher Gruppe du gehörst:

 

Dies ist dein Motivations-Post.

 

Some things take time.

Manche Dinge brauchen Zeit und das ist auch in Ordnung. Als ich mich vor über vier Jahren entschied mich endgültig von meiner Essstörung zu verabschieden, ahnte ich, dass es vermutlich kein kurzer Weg zur Heilung sein würde. Doch das hielt mich nicht davon ab, für meinen Traum von einem gesunden Geist und Körper loszugehen – zum Glück.

Im Laufe meines Heilungsprozesses hatte mein Körper ganz offensichtlich das Bedürfnis, das ein oder andere Kilo mehr zu speichern. Völlig nachvollziehbar, wenn man bedenkt, dass ihm nach 11 Jahren der sehr reduzierten Nahrungsaufnahme, endlich regelmäßig genug Nahrung zugeführt wurde. 

Auch wenn ich nicht besonders glücklich darüber war, konnte ich meinen Körper verstehen. Ich hätte an seiner Stelle genauso gehandelt. Also schloss ich nach und nach meinen Frieden damit und akzeptierte, dass mein Körper dieses zusätzliche Gewicht gerade brauchte, um zu heilen und genau das wollte ich ja auch.

Ich verabschiedete mich ausserdem von den klassischen und eher kurzfristigen Zielen, die treue Begleiter meines essgestörten Ichs waren. Wie zum Beispiel: „Bis zur nächsten Party nehme ich soundso viel ab“, „Bis zur Hochzeit von soundso nehme ich ab“, „Bis zu Tante Ernas Geburtstag nehme ich soundso viel ab“. Ich denke das Prinzip wird deutlich. Die Ziele lagen dann übrigens meist nur einige Wochen entfernt.

Der Fokus lag also darauf, in möglichst kurzer Zeit, noch mehr abzunehmen. Top.

Nicht…


Doch Menschen können sich ändern und ihre Ziele ebenso.


Mein neues Ziel war ein langfristiges:

Mein Ziel war es, an meinem 30. Geburtstag, das heisst, vom damaligen Zeitpunkt aus, ungefähr vier Jahre später, im Juli 2019, gesund und frei von einer Essstörung zu sein, mich selbst zu lieben, glücklich und befreit zu sein, mein Ding zu machen und die Kilos des Heilungsprozesses verloren zu haben.

Das waren meine Ziele. Ein steter Begleiter auf dem Weg zu diesen Zielen war der Satz:


„Some things take time“


Er hing sogar in Form eines Bildes in meiner Wohnung und erinnerte mich daran, durchzuhalten und immer weiter und weiter meine Ziele zu verfolgen. Und genau das habe ich getan und ich kann nur so viel sagen, es lohnt sich, unablässig die eigenen Ziele zu verfolgen.

Deswegen hier mein Appell an Dich, ganz gleich, was dein Ziel ist:

 

Geh los‘ oder geh‘ weiter, aber geh‘.

Es liegt in deiner Hand, es ist dein Leben und niemand sonst, wird für dich diesen Weg gehen.

Und wenn du läufst, dann lauf weiter und weiter, halte durch!

Manchmal dauert es eine Weile, bis wir die Ergebnisse sehen. Aber die Ergebnisse werden sich zeigen. Bleib am Ball.

 

Der Weg ist das Ziel.

Ich erinnere mich noch daran, wie mein Mathelehrer früher diesen Satz sagte und in Bezug auf die Mathematik konnte ich diesen Satz vielleicht noch nachvollziehen, aber in Bezug auf das Leben?

Eher nicht.

Heute ist das anders, weil ich aus eigener Erfahrung weiss, dass auf diesem Weg zu den eigenen Zielen, echte Magie entstehen kann. Die Magie liegt darin, dass auch oder gerade, wenn der Weg zu den eigenen Zielen steinig ist, wir anfangen und unsere eigene Stärke, unser eigenes Durchhaltevermögen zu erkennen.

Wir erkennen, zu was wir eigentlich alles im Stande sind.

Auf meinem vier Jahre andauernden Weg hin zu meinem 30. Geburtstag war es nicht immer lustig. Es war hart, so intensiv an der geistigen und körperlichen Heilung zu arbeiten, aber vor allem «nur» den Fortschritt auf geistiger Ebene zu sehen.

Doch, was ich auf diesem Weg erkennen durfte, war, dass ich noch so viel stärker bin als ich es jemals gedacht hätte. Dieser Weg hat mich so gefordert, mir gleichzeitig so viel Frieden und Liebe geschenkt - ganz besonders in Bezug auf mich selbst. Ich wäre nicht der Mensch, der ich heute bin, nicht so glücklich und zufrieden, wenn ich diesen Weg nicht gegangen wäre.

Dieser Weg hat mir gezeigt, dass ich es in der Hand habe, mein Leben nach meinen Vorstellungen zu kreieren.

Ich verstand ebenso, dass das Leben kein Zufall ist und dass Heilung, ganz gleich in welcher Hinsicht, einem nicht einfach ihn den Schoss fällt. Eigenverantwortung ist gefragt.

 

Wer heilen möchte, muss aktiv werden, für sich und sein eigenes Leben.

 

Verliebe dich in deinen Weg.

Wenn ich heute auf meinen Weg der letzten vier Jahre zurückschaue, bin ich voller Liebe und Dankbarkeit und ich weiss, dass jeder Schritt auf diesem Weg und war er auch noch so schwer, notwendig war, um heute an dem wunderbaren Punkt in meinem Leben zu stehen, an dem ich jetzt stehe.

Hab’ also keine Angst vor dem Weg, sondern erfreue dich an ihm, lerne ihn zu lieben, denn er ist dein Geschenk. Er ist kein Zufall, er will dir nicht schaden, sondern im Gegenteil deine Stärken aus dir herauskitzeln.


Fortschritt und Wachstum passieren in der Regel nicht, wenn wir gemütlich am Strand liegen.


Wachstum ist eben oft auch mit Wachstumsschmerz verbunden. Ich würde fast sagen, Wachstum gibt es nicht ohne diesen Schmerz.

Doch das Schöne ist, wenn wir diesen Schmerz annehmen und Schritt für Schritt durch ihn hindurch und nicht an ihm vorbeigehen, ihn nicht vermeiden, dann passiert Magie, weil wir dann weiterkommen, uns weiterentwickeln und immer weiter zu unserem wahren Kern vordringen.

Ich hätte während meines Heilungsprozesses auch alles abbrechen und wie früher innerhalb kürzester Zeit und ungesund das Zugenommene wieder abnehmen können. Habe ich aber nicht. Denn ich wusste, dass ich auf dem richtigen Weg bin und vor allem wollte ich nicht mehr in den altbekannten Mustern unglücklich verharren.


Ich wollte Fortschritt, ich wollte Wachstum, ich wollte die Lorbeeren, die hinter dem Schmerz, hinter der Anstrengung auf mich warteten: Ich wollte die Gesundung von meinem Körper und Geist.


Ich verliebte mich in den Weg, weil er mir zeigte, was ich allein alles schaffen kann. Denn auch, wenn Menschen an unserer Seite sind, die uns unterstützen, unseren Weg zur Heilung, zu unseren Träumen müssen wir allein gehen und das ist auch gut so. Wir können uns nur selbst heilen und von uns vom Ballast jeglicher Art befreien.

Lerne deinen Weg, deinen Lernprozess, dein Wachstum zu geniessen, immer mit dem Wissen im Hinterkopf, dass sie dich befreien, dass sie dich zu einem glücklicheren und zufriedeneren Leben führen werden.

 

Es mag sein, dass sich dein Ziel unterwegs verändern wird und das ist völlig okay.

Es zeigt genau genommen, nur noch mehr auf, wie wertvoll es ist, für sich und die eigenen Träume und Wünsche loszugehen. Denn, wenn wir uns auf den Weg machen, entwickeln wir uns nicht nur weiter, sondern erkennen auch immer besser, was wir von unserem Leben wollen.

Das kann eben auch bedeuten, dass du plötzlich etwas anderes möchtest, ein anderes Ziel verfolgen möchtest, als du es zunächst gedacht hast. Doch genau das ist doch ein Teil der Magie des Weges, dass wir beim Laufen erkennen, dass es noch anderen Destinationen für uns gibt als wir noch vor dem Loslaufen dachten.

 

Dein bestes Werkzeug ist dein Geist.

Wenn ich eines gelernt habe in den letzten vier Jahren, dann dass unsere Gedanken, unsere Glaubenssätze unser Wachstum entscheidend beeinflussen können: positiv, wie auch negativ.

An sich und seinem Geist zu arbeiten und negative, blockierende Glaubenssätze, wie beispielsweise «Ich kann das nicht» loszulassen und dafür positive Glaubenssätze immer häufiger zu nutzen, hat nicht nur einen grossen Einfluss auf den Gemütszustand, sondern auch auf den eigenen Weg.

Daher verabschiede dich von «Ich schaff das nicht» und integriere besser folgende oder ähnliche Mantren in deinen Alltag und nutze sie so oft, wie möglich:

 

Ich kann das.

Ich kreiere mir mein Traumleben.

Ich verfolge meine Ziele, egal was passiert.

Alles, was ich brauche, ist bereits in mir.

 

Neben den Glaubenssätzen empfinde ich es als absoluten Game Changer, sich die eigenen Ziele immer wieder vor Augen zu führen. Sei es in Form von einer Meditation innerhalb derer man das eigene Ziel, wie einen kleinen Film vor dem inneren Auge immer wieder abspielen lässt oder in Form eines Vision Boards. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Ich habe meinen 30. Geburtstag jeden Tag in meiner Meditation vor meinem inneren Auge gesehen und habe mir vorgestellt, wie ich mich an dem Tag fühlen möchte, was ich bis dahin erreicht haben möchte, wie ich aussehen möchte,… Gleichzeitig nutzte ich aber auch damals wie heute ein Vision Board, das mich immer, wenn ich es anschaue, daran erinnert, was ich noch so vorhabe in meinem Leben.


Es ist absolut nebensächlich, wie du deine Ziele und Träume visualisierst, wichtig ist nur, dass du es tust.


Ein weiterer Weg, um den Geist für die eigene Entwicklung einzusetzen, ist es, sich zu belesen oder ganz allgemein Informationsmaterial jeglicher Art zu konsumieren, das unterstützend für den eigenen Wachstumsprozess ist.

Ich habe mich beispielsweise in den letzten vier Jahren viel mit der Heilung des Körpers, Ernährung und Persönlichkeitsentwicklung beschäftigt und all dieses Wissen für meinen Weg genutzt.

Auch in dieser Hinsicht ist also Weiterentwicklung der Schlüssel, um den eigenen Zielen näher zu kommen. Stillstand auch in Hinblick auf das eigene Wissen bedeutet Stillstand oder zumindest ein verlangsamtes Vorwärtskommen in Bezug auf die persönlichen Ziele.

 

Du schaffst das. Ich weiss das.

 Halte durch und lass dich nicht entmutigen, nur weil sich noch nicht die Ergebnisse zeigen, die du dir wünscht. Du weisst ja:

Some things take time.

Deine Ziele sind es wert, nicht aufzugeben, nur weil es vielleicht ein bisschen dauert, bis du sie erreicht hast.

Stecke dir lieber langfristige als kurzfristige Ziele und visualisiere sie so oft es geht.

Lerne dazu und verbessere deinen Wissensstand, um auch wissenstechnisch nicht auf der Stelle zu treten.

Geh’ los für deine Ziele, denn sie werden dir nicht einfach in den Schoss fallen. Eigeninitiative ist gefragt.

 

Ich bin jetzt 30 und meine Ziele…

…habe ich erreicht.

 

Am Tag meines 30. Geburtstag war ich nicht nur ein befreiterer und glücklicherer Mensch, ich liebte mich auch selbst, machte mein Ding, war gesund und frei von einer Essstörung und hatte die Kilos, die mein Körper für seine Heilung brauchte, ohne Diät, ohne Hungern, mit einem gesunden Lebensstil losgelassen. Seither hat sich nichts daran verändert, ausser dass mein Leben noch ein bisschen besser geworden ist.

Auch wenn ich immer meine Ziele verfolgt habe und an sie geglaubt habe, gab es auch Momente des Zweifels. Ich kannte meine Ziele und ich tat auch viel dafür bei ihnen anzukommen, aber manchmal konnte ich mir trotzdem nicht vorstellen, dass ich wirklich einmal meine Ziele erreichen würde.

Doch das Leben belehrte mich eines Besseren.

Heute ist für mich völlig nachvollziehbar, dass ein Körper der 11 Jahre mit einer Essstörung belastet wurde, auch ein wenig Zeit braucht, um sich davon zu erholen. Mein Weg hat mir gezeigt, dass man am Ball bleiben muss, wenn man wirklich Resultate sehen möchte.

 

Geduld zu haben und darauf zu vertrauen, dass alles kommt, wenn die Zeit reif dafür ist, schafft Raum für inneren Frieden.

 

Mein Weg zu dem heutigen Tag war nicht immer leicht, er war unbequem, steinig und fühlte sich manchmal unglaublich lang an. Aber er war auch erfüllend, stärkend, lehrreich, voller Liebe, Hoffnung, Vertrauen. Er war wunderschön mit seinen Höhen und Tiefen und ich würde ihn mir rückblickend nicht anders wünschen.

Ich bin ihm und mir unendlich dankbar, dass ich ihn gegangen bin.

Manchmal bin ich so voller Glück und Dankbarkeit für meinen Weg, für mein Leben, dass ich gar nicht weiss, wo ich mit all diesen Gefühlen hin soll.

Ich bin unglaublich zufrieden, dass ich meine Ziele erreicht habe. Doch ich habe neue Ziele oder Ziele, auf denen nun stärker der Fokus liegt, da die Ziele zum 30. Geburtstag «abgearbeitet» sind.


Ziele zu haben, auch immer wieder neue Ziele zu entwickeln, wenn man ein Ziel erreicht hat, heisst nicht, dass man unzufrieden ist.


Ich möchte einfach mehr vom Leben. Ich möchte keinen Stillstand, ich möchte Fortschritt und Wachstum. Ich möchte Dinge tun, die mich glücklich machen.

 

Ich bin zufrieden, aber ich gebe mich nicht zufrieden.

 

Und du?

Lass es mich gerne in den Kommentaren wissen.

 

Viel Liebe,

Anna